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Die Geschichte des Pilzes (1450 vor Christus bis 1560 nach Christus)

Die Geschichte des Pilzes (1450 vor Christus bis 1560 nach Christus)

Die Geschichte des Pilzes (1450 vor Christus bis 1560 nach Christus)

Bereits in frühesten Zeiten hatte der Pilz eine große Bedeutung. Er galt als wichtiges Nahrungsmittel für den Menschen. Die erste Abbildung, die als Pilz gedeutet wird, stammt auch der ägyptischen Wandmalerei aus einem Königgrab aus dem Jahre 1450 vor Christus.

 

Mit Fortschritt in den Naturwissenschaften im klassischen Altertum befassten sich immer mehr Ärzte und Gelehrte mit dem Pilz. Aus diesen Zeiten stammen die ersten Aufzeichnungen. Immer mehr Arten wurden benannt, ohne das es zu dieser Zeit eine Form von Pilzbeschreibung gab.

Hyprokrates (ca. 460 – 375 v.Christus) verwies in seinen Werken bereits auf die medizinische Wirkung von Pilzen. Zu dieser Zeit gab es noch kein Wissen zu den Bereichen Entstehung, Bau und Leben des Pilzes. Als erste systematische Ordnung der zu dieser Zeit bekannten Arten erstellte Theophrast (372 – 287 v. Christus), ein Schüler des bekannten Philosophen Aristoteles. Er beschreib als erstes den Zusammenhang zwischen Feuchtigkeit und Pilzwachstum als: „überflüssige Feuchtigkeit der Erde, der Bäume, faulendes Holzes und anderer fauler Dinge“ als Entstehungsmerkmal für Pilze. Diese Definition hat sich fast 2000 Jahre gehalten. Die Giftigkeit eines Pilzes wurde auf den Standort zurück geführt. So wären beispielsweise Pilze nahe Schlangennestern, die auf rostigem Eisen oder auf Lumpen wachsen giftig, laut Plinius der Ältere (23 – 79 n. Chr.).

 

Das erste bebilderte Kräuterbuch entstand 1560 von Matthiolus. Hier sind Pilze mit Schlangen abgebildet, um die giftige Wirkung dieser zu veranschaulichen. Durch diese Lehre und die verwurzelte Angst vor Pilzen durch Todesfälle führte zu einer negativen Assoziation. Sie wurden mit dem Unheimlichen und Bösen in Verbindung gebracht. Pilze waren Teufelswerk, Zauberei und Werkzeug der Hexen. Daher auch Bezeichnungen wie Hexenröhrling, Satansröhrling, Hexenring oder Hexenei.

Dieser Aberglaube hat bis ins 21. Jahrhundert stand gehalten und wird von wenigen bis heute mit Zerstörung verfolgt.

Der zweite Teil dieser Reihe wird im Jahre 1525 einsteigen und bis ins 21. Jahrhundert die naturwissenschaftliche Entwicklung beschreiben.

Bildmaterial: © Hein aus Miel, fotolia.com

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